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LabkrautLabkrautLabkraut Blätter

Juli 2012

Botanischer Name: Galium verum
Deutscher Name: Echtes (Gemeines) Labkraut, Gelbes Waldstroh
Bulgarischer Name: Enjowtsche Еньовче

Verwechslungsgefahr: Vor der Blüte mit dem Wiesenlabkraut und dem Kreuzlabkraut. Da diese Labkräuter annähernd die gleichen Eigenschaften haben bleibt eine Verwechslung ohne Folgen.

Bodenanzeiger für Trockenrasen und Trockenweiden, wächst aber auch auf moorigem Boden. Anzeiger für eher kargen Boden.

Bodenverbesserer: Leider ist uns nichts darüber bekannt.

Vorkommen: Wir haben Labkraut schon auf allen möglichen Plätzen gefunden. Sonnig, halbschattig, auf Böschungen, in Wiesen, an Waldrändern und im Wald. Auf Halbtrockenrasen, an feuchten Standorten und auch auf moorigem Boden.
Die Ansicht der Pflanzen (dünner, holziger Stängel und kleine Blätter) lassen darauf schließen, dass der Hautstandort trockener Boden ist.


Pflanzenbeschreibung: Das wiederstandsfähige, mehrjährige Kraut wird bis zu 100cm groß. Der rundliche, schwach vierkantige glatte Stängel verholzt in bodennähe, im Laufe des Wachstums.
Gut zu erkennen ist das Kraut an den acht bis zwölf rosettenbildenden, in Etagen angeordneten, dünnen, langen Blättern.
Die zitronen- bis goldgelben vierzähligen Blüten sind einzeln kaum zu erkennen und duften leicht nach Honig. Im  Juni beginnt die Hauptblütezeit und reicht bis in den September hinein.

Inhaltsstoffe des Krauts:
Ätherische Öle:
Cumarin:
Flavonoide: antiallergische, antiphlogistische, antioxidative , antikarzinogene, antivirale, antibakterielle und Wirkung.
Gerbstoffe
Glycoside
Labwirkstoff:
Kieselsäure


Vermehrung durch unter- und oberirdische Wurzelausläufer sowie den kleinen Samen die unter anderem von Ameisen vertragen werden.

Erntezeit: Juni bis September

Ernte und Lagerung: Die Blütenstände bei trockenem, warmen Wetter schneiden und luftig aufgelegt trocken. Lichtgeschützt und trocken, am besten in Gläsern oder Dosen aufbewahren.

Verwendung in der Küche: Als Bestandteil von Kräutertees gut geeignet.
Es gibt einer Teemischung eine gute Kopfnote.
Eine guten Teeischung ergibt sich aus gleichen Teilen Labkraut, Minze, Melisse und Schmalblättrigem Weidenröschen.
Zwei Teelöffel Labkraut oder einer Mischung mit Labkraut (frisch oder getrocknet) für eine Tasse Tee, mit kochendem Wasser übergiesen und fünf Minuten ziehen lassen.

Verwendung als Medizin: Labkraut stärkt und reinigt die Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Milz. Es wirkt harntreibend.
Für eine Tasse Tee einen gehhäuften Teelöffel Labkraut (am Besten frisches) mit kochendem Wasser übergiesen und 15 Minuten ziehen lassen. Als Kur angewandt drei Tassen auf den Tag aufgeteilt trinken. Nicht länger als eine Woche. Die harntreibende Wirkung erfordert die zusätzliche Aufnahme von Wasser.

Zusätzlicher Nutzen: Als Bestandteil von Duftkissen können wir das feine Honigaroma geniesen.

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Notizen zur weiteren Bearbeitung:


Neue Seite mit Wiesenlabkraut, Kreuzlabkraut und Klettlabkraut

Sind die Blätter unten behaart?
Käsererzeugung mit Labkraut.
Auch Waldmeister ist ein Labkraut
Der aus der Wurzel des Echten Labkrauts erhältliche rote Farbstoff wurde u. a. zum Färben von Wolle verwendet.
Die Blüten werden für die Farbe Gelb verwendet.
Chesterkäse  erhält durch Labkraut seine Farbe und den typischen Geschmack.
Inhaltstoffe näher beschreiben.