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WURZELGEMÜSE <   K  R E N  (MEERRETTICH)


 


November 2015


Botanischer Name: Armoracia rusticana

Deutsche Namen: Kren, Meerrettich, Beißwurzel
Bulgarischer Name: HRJAN хрян

Familienzugehörigkeit: Kreuzblütler
Verwandte Kreuzblütler: Weiß- und Rotkohl, Rosenkohl, Karfiol, Kohlrabi, Rettich, Radischen, Kresse, Chinakohl, Senf, Steckrübe

Boden und Lage: Humosen, tiefgründigen, feucht sandigen Lehmboden der locker ist, liebt der Kren. Er braucht nicht unbedingt den den nährstoffreichsten Boden, bekommt er in allerding wird er prächtig gedeihen.
Der PH-Wert der Erde sollte zwischen 6 und 7,0 liegen.
Halbschatten, sonnig oder pralle Sonne. Kren kommt mit allem zu recht. Der Platz sollte eher nach dem Kriterium der Ausbreitung gewählt werden, da Kren eine sehr ausdauernde Pflanze ist. Jedes
im Boden verbleibende Wurzelstück treibt neu aus.
Wurzelsperren sind eine Möglichkeit ihn einzugrenzen, noch besser ist es jedoch ihm einen Platz zuzuweisen wo er sich ausbreiten kann und dabei nicht stört.

Anbau: Ich verwende die Seitenwurzel, die sogenannten Fechser. 
Ganze Fechser werden schräg in den Boden gesteckt und sollen 2-3cm aus dem Boden ragen.

Wird der Fechser zu flach gesetzt bildet er keine ordentliche Wurzel aus. Senkrecht gesetzt macht er mächtig Laub. Eher zu flach als zu steil, ist meine Empfehlung.
Es ist möglich Fechser in 5cm Stücke zu schneiden und diese Teile einzusetzen. Mir wurde empfohlen sie ca. 20cm tief zu setzen. Erfahrung habe ich in diesem Bezug noch keine, werde es aber sicher mal ausprobieren-

Nur wenn Frost herrscht kann Kren nicht ausgesetzt werden.
Der Reihenabstand soll 60cm sein, der Seitenabstand ca. 30cm. Mit einer Höhe von bis zu einem Meter und bis zu 50cm langen Blättern wird klar wie viel Platz er braucht.


Fruchtfolge:
Kren sollte nicht auf andere Kreuzblütler folgen, damit kann verschiedenen Pilzkrankheiten vorgebeugt werden. Als unproblematische Pflanze kommt er mit jeder Fruchtfolge zurecht.

Mischkultur: Als Pflanze die wenig Einfluss auf seine Nachbarn ausübt kann er mit fast allem kombiniert werden, so der Platzbedarf keine Rolle spielt.
Gute Nachbarn sind
: Bohnen, Erbsen, Gurken, Karotten, Knoblauch, Kohl, Lauch, Mais, Paradeiser, Petersilie, Sellerie, Zwiebel.

Schlechte Nachbarn  kennt der Kren nicht.


Pflege: 
Die Wildform des Krens lebt meist an feuchten Orten, das ist ein Hinweis darauf, dass er es eher feucht mag. Regelmäßige Wassergabe danke er mit gutem Wachstum. Ein wenig pflanzlicher Stickstoff durch Brennnesselmulch mag er. Hornspäne, so keine andere Stickstoffquelle verfügbar ist, tun es aber auch.
Kren ist winterfest und Temperaturen unter -20°C übersteht er ohne Probleme.
Öfter habe ich schon über das Beschneiden der Wurzel gelesen. Der Sinn dahinter ist eine starke, gut gewachsene Hauptwurzel zu bekommen. Den Aufwand betreibe ich nicht und nehme die Wurzel so wie sie wächst.

Ernte und Lagerung:
Fangen im Herbst die Blätter zu verwelken an kann geerntet werden. Das Ende der Erntezeit ist gekommen, wenn im Frühling die Wurzel neu austreibt.
Dort wo sie wächst ist auch der beste Lagerplatz. Nur wenn der Boden gefroren ist kann nicht geerntet werden. Der zweitbeste Lagerplatz ist feuchter Sand. Über mehrere Monate ist er so, kühl und dunkel gelagert, haltbar.


Vermehrung:
Kren bildet nur wenige Samen aus, die oft auch taub sind. Sie werden deshalb im Handel kaum angeboten. Fechser (etwas weiter oben bereits beschrieben) sind die Alternative.
Diese lassen sich im Herbst von der Hauptwurzel ernten. Sie haben einen Durchmesser von ca. 1cm und eine Länge von bis zu 50cm. Es ist möglich Fechser in 5cm Stücke zu schneiden und diese Teile einzusetzen. Ist nur die Hauptwurzel verfügbar macht das aber nichts. Sie ist von Natur aus programmiert lange zu überleben und wiederum Fechser zu produzieren.

Verwendung in der Küche:


Verwendung in der Medizin:

Inhaltsstoffe:

Rezepte:

Danksagung:
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Notizen zur weiteren Bearbeitung:

guter Nachbar: Obstbäume
Anbau: 5cm Stücke Fechser: Erfahrung ergänzen
Vermehrung durch Samen beschreiben
Bilder einstellen
Krankheiten und deren Vermeidung beschreiben.