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März 2015


Botanischer Name: Cynara scolymus
Deutsche Namen: Artischocke
Bulgarischer Name
Familienzugehörigkeit: Korbblütler
Verwandte Korbblütler: Alant, Arnika,
Beifuß, Chicoree, Endiviensalat, Estragon, Kamille, Kopfsalat, Ringelblume, Schwarzwurzel, Sonnenblume, Topinampur und noch einige mehr

Boden und Lage: Warm, halbtrocken und nährstoffreich sollte der Boden sein. Kalk liebt die Artischocke. Da sie ein Tiefwurzler ist bietet ihr sandig-humoser Boden optimales Wachstum.
Der PH-Wert der Erde soll zwischen ?????? liegen.
Die Artischocke mag es nicht zu heiß und ist eher frostempfindlich. An windgeschützten Plätzen gedeiht sie prächtig, Dauerregen und viel Nässe hingegen mag sie nicht.

Anbau: Für das Freiland vorziehenArtischocken werden ab Mitte Februar bei 18-25ºC ausgesät. Wenn die Samen vor der Aussaat 12-24 Stunden in ca. 20°C warmes Wasser gelegt werden keimen sie oft sehr schnell. Sie sind Lichtkeimer und werden deshalb nur mit ein paar Millimeter Erde bedeckt. Die Keimdauer beträgt, je nach Sorte, Samenalter, Lichtstärke, Wärme und Vorquellen, zwischen zwei Tagen und drei Wochen. Wie bei den meisten Samen darf die Erde nicht austrocknen. Sie soll feucht aber nicht nass sein. Zwei bis drei Samen in ein Töpfchen in der Größe eines Joghurtbechers legen und nach dem Erscheinen von zwei Laubblättern vorsichtig in Töpfe mit ca. 10cm Durchmesser pikieren. Die Artischocke mag es nicht nass, daher nur gießen, wenn die obere Erdschicht angetrocknet ist. Nach dem Keimen ist es von Vorteil sie etwas kühler zu stellen. 13°C-15°C soll die beste Temperatur sein.
Je nach Sorte kann die Artischocke bis zu zwei Meter hoch werden. Höhen von ca. 1,5 Meter sind jedoch die Regel. Sie ist ein Tiefwurzler und hat eine Pfahlwurzel die in etwa 1,5 Meter in den Boden ragt.
Auspflanzen:
Ab Anfang Mai können die Pflanzen ins Freiland gepflanzt werden. Zuvor sollten sie aber gut abgehärtet werden. Jungpflanzen vertragen keinen Frost, daher ist es ratsam Abdeckungen für Spätfrost parat zu haben.
Pflanzenabstand: 80-100cm. 
Aussaat im Freien:  Ab Mitte Mai. Die erste Ernte ist dann jedoch erst ab dem 2. Jahr möglich.

Fruchtfolge: Nach Kohl, Paradeiser und Gurke im Vorjahr ist der Boden noch gut für die Artischocke. Sie ist mit sich selbst unverträglich, daher ein Anbaupause von vier Jahren einhalten.

Mischkultur: Gute Nachbarn sind: Salat, Radischen, Zwiebel, Erdbeeren und Kohl
Schlechte Nachbarn sind mir nicht bekannt


Pflege: Artischocken sind Mittelzehrer. Gut gedüngter Boden reicht meist aus. Im Sommer ein- bis zweimal mit Brennnessel mulchen gibt ihr zusätzliche Nährstoffe.
Am Beginn des zweiten Jahres mit organischem Mulch anhäufen gibt er ihr wieder Nahrung für das kommende Jahr und schützt den Boden vor Austrocknung. Sie mag Kali und deshalb mag sie auch Brennnesselmulch und Brennnesseljauche.
Bei Trockenheit mag sie regelmäßig gegossen werden. Da sie nahe verwandt mit der Distel ist schadet es ihr auch nicht, wenn sie einmal eine Trockenperiode überstehen muss. Es sind schon deutlich mehr Artischocken "ertrunken" als "verdurstet".
Das Distelgewächs ist nur bedingt winterhart. Deshalb muss es vor Frösten unter -5°C geschützt werden. Dazu wird die Pflanze 20-30cm über dem Boden abgeschnitten und mit Laub oder Stroh großzügig abgedeckt. Darüber Reisig zu legen hat große Vorteile. Das Laub wird nicht weggeweht und  bietet einen zusätzlichen Frostschutz. Da der abgeschnittenen Stängel hohl ist dringt Wasser, das bis zum Stängel vordringt, bis in den wurzelstock ein und bringt diesen unweigerlich zum Verfaulen. Ein entsprechender Schutz ist von Vorteil. Ab April kann der Frostschutz entfernt werden. Wenn sich der Boden gut aufgewärmt hat sollte wieder gut gemulcht werden. Nässe während der Winterruhe verträgt sie gar nicht. Ein Hügelbeet oder eine gute Wasserableitung sind geeignete Maßnahmen.
Ich habe auch schon davon gelesen, dass es möglich ist die Artischocke auszugraben und sie frostfrei zu lagern. Auf Grund der langen Pfahlwurzel halte ich diese Maßnahme für nicht sehr empfehlenswert.

Ernte und Lagerung: Die Blütenköpfe werden vor dem Aufblühen geerntet. Sind sie aufgeblüht, gelten sie als ungenießbar. Erst die oberste, größte Blütenknospe mit einem Stück Stängel ernten. Sie sollte 10-15cm groß, rund und füllig sein. Die Schuppen sollen zur Ernte noch fest geschlossen sein. Bekommen die Knospen braune Spitzen ist es fast schon zu spät. Nach und nach auch die anderen Blütenknospen abschneiden. Im ersten Jahr sind 3-5 Blüten zu erwarten. In den Folgejahren zehn bis zwölf.
Nach drei bis vier Jahren lässt die Anzahl der Blüten nach und sie werden auch nicht mehr so groß. Die Zeit neu zu pflanzen ist dann gekommen.

Wenn die, mit einem Stück Stiel geerntete, Blütenknospen in Wasser gestellt werden halten sie sich noch einige Tage frisch, im Kühlschrank ca. eine Woche. Gegarte Artischocken müssen am gleiche Tag verzehrt werden. Nach mehr als zwei Tagen entstehen Stoffe die für uns Menschen nicht verträglich sind.

Sorten: Die Sorten "Große von Laon" und "Grüne von Laon" sollen sich auch für unsere Breiten eigenen.
"Green Globe" wird immer wieder gelobt.

Vermehrung: Die Samen sind 4-5 Jahre keimfähig. Die Vermehrung ist auch durch Teilung und Stecklinge möglich.

Verwendung in der Küche: Ein besonders bekanntes und leckeres Gericht aus der italienischen Küche sind in Öl eingelegte Artischockenherzen mit Kräutern.


Verwendung in der Medizin:

Inhaltsstoffe:

Rezepte:

Danksagung:
 


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Notizen zur weiteren Bearbeitung:

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Um guten Ertrag im zweiten Jahr zu haben können/sollen im ersten Jahr die 3-5 Blüten, sobald sie abgeblüht sind, entfernt werden.????

Teilung und Stecklingsvermehrung näher beschreiben.