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Februar 2015

Deutscher Name: Petersilie
Bulgarischer Name: Magdanoss
Botanischer Name: Petroselinum crispum
Familienzugehörigkeit: Doldenblütler
Verwandte Doldenblütler: Karotte, Sellerie, Pastinake, Fenchel, Zuckerwurzel, Kerbelrübe, Anis, Dille, Liebstöckel, Kerbel und Koriander

Boden und Lage: Die Petersilie liebt lockeren, humusreichen und tiefgründigen Boden, der viel Feuchtigkeit halten kann. Staunässe mag sie jedoch gar nicht und reagiert darauf indem sie abstirbt. Der PH-Wert sollte 6-7 sein. Sie liebt es sonnig und hell. Wenn sie in der Sommermittagssonne Halbschatten hat dankt sie es mit noch üppigerem Wachstum.

Anbau: Für das Freiland vorziehen: Weil ich schon früh im Jahr Petersilie ernten möchte setze ich die Samen schon Anfang Februar in eine Schale und decke sie mit ca. 2cm mit feinem reifen Kompost ab. Auf der Fensterbank ist es nicht zu kühl und wenn das erste Grün zu sehen ist bekommen sie auch genügend Licht. Petersilie ist ein Dunkelkeimer und entsprechend lange ist daher die Keimdauer. Sie kann auf Grund der Wärme und dem Wollen der "Prinzessin" von mehreren Tagen bis zu vier Wochen betragen. Die Erde sollte immer feucht gehalten werden, nie jedoch nass sein. Wenn nach den Keimblätter die normalen Blätter kommen und die Pflänzchen ca. 5cm hoch sind vereinzle ich sie. Die Wurzeln sollten leicht beschnitten werden, so entwickeln sie sich besser. Drei bis fünf Pflänzchen setzte ich dann gemeinsam in kleine Töpfe. Bis Ende März bleiben sie im Haus.
Auspflanzen:
Passen Ende März Anfang April die Temperaturen kommt die Petersilie zur Abhärtung tagsüber ins Freie. In frostfreien nicht zu kalten Nächten bleibt sie auch nachts draußen. Ab Mitte April setze ich die Pflänzchen dann ins Beet. Zwischen den Pflanzen und in der Reihe lasse ich ca. 15cm Abstand.
Aussaat im Beet: Ab Mitte März können die Samen ins Beet gesät werden. Humushaltige Erde als Untergrund ist ideal. Die Jungpflanze wird gut mit Nahrung versorgt und der Humus kann auch gut Feuchtigkeit speichern. Während der bis zu 50 Tage bis zur Keimung den Boden immer feucht halten. Die Keimdauer lässt sich verkürzen wenn die Samen vor dem aussäen 1-2 Tage in vorgewärmtes Wasser gelegt werden. Sind die Pflänzchen5-7 hoch und haben mindesten vier richtige Blätter lichte ich die Reihe. Auch hier wähle ich die Abstände mit 15cm. Hoher Unkrautdruck muss vermieden werden.

Fruchtfolge: Mindestens vier Jahre sollten dort wo Petersilie gepflanzt wurde keine Doldengewächse angebaut werden.

Gute Nachbarn: Erdbeeren, Gurke, Lauch,
Melanzani, Paradeiser, Radischen, Rettich, Ringelblume, Zucchini und Zwiebel
Schlechte Nachbarn: Kopfsalat, Sellerie, Pastinaken, Petersilie, Karotte

Pflege: Die Petersilie mag es gerne feucht, daher gieße ich bei Trockenheit regelmäßig. Wenn die Bodenoberfläche, mit dem Handrücken geprüft, trocken ist ist der richtige Zeitpunkt. Regelmäßiges Beikraut hacken ist ein Muss. Die Petersilie ist ein Schwachzehrer und braucht deshalb keine Nachdüngung. Eine geringe Menge Hornspäne oder Hornmehl im August nimmt die gerne, braucht sie aber nicht. Frischen Kompost mag sie gar nicht. Bei sehr tiefen Temperaturen (unter -10°C) können wir ihr durch abdecken mit Reisig über den Winter helfen. Meine Petersilie hat jedoch schon kurze -19°C gut überstanden. Sie wird mir heuer Samen, für gute winterharte Pflanzen, schenken.


Ernte und Lagerung: Ist die Pflanze an die 15cm hoch und hat genügend Stängel mit Blättern ist der richtige Erntezeitpunkt. Ich ernte von außen nach innen und lasse die inneren Stängel unberührt. Ernten wir auch die inneren Blätter wird die Petersilie keine neuen Triebe mehr machen.
Der beste Erntezeitpunkt ist am Vormittag, wenn der Morgentau abgetrocknet ist.
Die Petersilie am besten frisch essen. Sie lässt sich auch trocknen, das Ergebnis ist aber leider mehr als dürftig, zuvile Aroma geht dabei verloren. Als Bestandteil meiner Suppenwürze schätze ich sie sehr. Der wenigsten Vitaminverlust und das beste Aroma wird durch einfrieren in kleineren Portionen erziehlt. Allerdings sollte dabei auf die aufzubringende Energie nicht vergessen werden.
Als Pesto, also mit Öl konserviert, soll sie ganz hervorragend schmecken. Werde ich heuer mal ausprobieren.

Vermehrung: Die Petersilie ist zweijährig, dass heißt sie bildet erst im 2. Jahr Blüten und Samen.
Wie immer ernte ich die Samen der besten Pflanze und der besten Pflanze vom schlechtesten Platz.

Verwendung in der Küche:

Verwendung in der Medizin:

Danksagung: Mein Dank geht an Brigitte, die so nett war mich zu korrigieren und mir ihre Erfahrungen mitgeteilt hat. Merci. :-)

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Vitamin C, Magnesium, Kalium, Kalzium und Eisen.