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SELBSTVERSORGER  <<   Es war einmal ein P L A N


September 2011
Vor längerer Zeit habe ich mir schon Gedanken über den Zeitpunkt des Beginns der Selbstversorgung gemacht. Da ich ja mein ganzen Leben ändere ist der Zeitpunkt kein unwichtiger Faktor. Er entscheidet bei ev. über scheitern oder paradisisch.
Der Februar ist mir als zu früh vorgekommen, der März als zu spät.
Haus bewohnbar machen, Grundversorgung sichern, Pflanzen für die Aussaat und Freisetzung
vorbereiten. Im Februar, wenn es schweinekalt ist?
Im März ist es wärmer, der Frühling beginnt und ich fange an mein Häuslein zu sanieren statt zu pflanzen und zu säen bzw. den Boden vorzubereiten?
Schau ma mal was die Zeit so bringt.

Dezember 2011
Weder März noch Februar sind realistsch. Ich war zu faul und haben zu wenig €uronen.
Das Gute daran ist, das ich mehr Zeit für die Vorbereitung haben. Ich musste feststellen, das eine riesiger Lernbedarf besteht.

Oktober 2012
Ich weiß, dass ich mir Zeit nehmen muss und haben rechtzeitig begonnen.
Wenn ich Selbstversorger bin werde ich einiges an Arbeit haben. Vor allem zu Beginn. Ich werde wenig Zeit haben ausgiebig zu überlegen und zu planen.
Diese Zeit nehme ich mir vor dem Schritt in ein anderes Leben.

Die Überlegumg "Was möchten ich bei Selbstversorgung essen, mit was will oder muss ich mich versorgen?", beantwortet sich mit dem Beobachten meiner derzeitigen Ernährung.
Das bedeutet, durch mein Essen und deren Bewertung ergibt sich eine Bedarf in der Zukunft.
Ich notiere den Bedarf und erarbeite so die dafür notwenigen Lösungen.

Beispiel:
Ein belegte Brot (Brot, Speck, Käse, Tomaten) zum Frühstück bedeutet Planung für:
Mehl, Wasser!!!, Salz, Hefe, Zucker, Walnüsse, wissen wie es geht, Backofen, Brennmaterial für Ofen, Tomaten, Schweinespeck, Milch, Lab, wissen wie es geht, Werkzeug und Gefäße und "wissen wie es geht".

November 2012
Wir haben unser Haus gefunden und sind nach einiger Zeit des Überlegens zur Entscheidung gekommen im ersten Jahr keine Selbstversorger zu sein. Viel zu viel Arbeit beim Haus sanieren, Grund herrichten, Gartenzaun machen, Tiere besorgen etc. etc.

Juli 2014
Magdalena ist im Dezember 2013 nach Östereich gefahren und hat mich nach drei Wochen darüber informiert, dass sie nicht mehr zurück kommen wird. Die Gründe sind viele und ich möchte sie hier nicht weiter erörtern. Meine Selbstversorgerei hat damit einen schweren Schlag erlitten, abgesehen davon, dass mich die Trennung auch sehr schmerzlich getroffen hat. Alleine einen Bauernhof aufbauen ist alles andere als leicht. Die Liebe des Lebens zu verlieren noch viel schwerer.

Jänner 2015
Ich bin dabei meinen Bauernhof zu gestalten. Die Pläne einer Selbstversorgung bestehen weiter und heuer soll das erste Jahr der 100% Selbstversorgung mit Gemüse und Kartoffel sein.
Die entsprechenden Notwendigkeiten, wie ordentlich vorbereitete Beete, verbessern des Bodens und
schaffen der Infrastruktur zur Verarbeitung und Konservierung sind getroffen.

Dezember 2015
Selbstversorger zu sein ist noch immer mein Wunsch. Meine Unfähigkeiten, speziell im Zusammenhang mit meiner Krankheit (Depression, Burnout und Angststörungen) machen es mir jedoch nicht leicht.
So wurde dieses Jahr halt wieder nur ein quasi Selbstversorgerjahr. Viel zu wenig Karotten angebaut, die Kartoffel erst im Spätherbst ernten können, die Paradeiser wurden erst nicht rot und dann sind sie auf Grund von zu viel Regen alle aufgeplatzt, einiges ist im Beet verfault, weil ich nicht ernten konnte und viel zu wenig Wasser (drei Monate kein Regen). Für 2016 denke ich "Neues Spiel, neues Glück".