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Februar 2012 (überarbeitet im November 2015)

Einfaches Leben,  Freiwillige Einfachheit, Simple living, Voluntary Simplicity, Downshifting, so wird in Wikipedia die Art wie ich leben will und zum Teil schon lebe, genannt.
Dieser Lebensstil ist eine Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft, in der die Menschen teilweise wie Hamster im Hamsterrad laufen, so wie ich gelaufen bin und vergessen haben was wirkliches Leben ist. Einfaches Leben ist eine Alternative zum üblichen Lebensstil ohne auf Lebensqualität zu verzichten. Das Gegenteil ist der Fall. Seit ich nicht mehr bereit bin meine Freizeit gegen "Dinge" zu tauschen
ist meine Lebensqualität deutlich besser geworden. Bei "Dingen" die ich wahrscheinlich nur begehre aber nicht brauche verzichte ich bewusst auf den Konsum.
Brauche ich dieses Ding wirklich oder will ich es haben, frage ich mich bevor ich etwas erwerbe oder als Geschenk annehme. Habe ich nicht etwas, dass den gleichen Zweck erfüllt?
Brauche ich wirklich Rotwein- und Weißweingläser? Kann ich Milch, Wasser, Limonade, Kaffee, Tee aus einem Gefäß trinken oder muss ich für alles das optimal Passende haben?
Müssen am nett gedeckten Tisch alle Teller, Gläser, Gabeln usw. gleich sein oder darf es bunt gemischt sein? Brauche ich für die Aufbewahrung des Mehls wirklich eine "schöne" Dose oder tut´s ein großes, gut gereinigtes, Gurkenglas auch?
Jedes Ding das ich mir "beschaffe" zieht Unannehmlichkeiten nach sich. Der Einkauf ist keine Entspannung für mich sondern eine Belastung. Das Geld besorgen auch, ganz zu schweigen von der Pflege, Verwahrung, Lagerung und dann sogar die Entsorgung.
Diese Belastungen tausche ich gegen Freizeit. Freizeit die bei mir gleichgesetzt ist mit Lebenszeit. Ich verbringe meine Freizeit/Lebenszeit nicht mit Shopping oder Schnäppchenjagd, sondern nehme das Leben bewusst wahr, versuche im Jetzt und Hier zu sein.
Ich kritisiere den Überfluss von Geld und Besitz  und denke, dass wir/ich nicht das Recht habe/haben mehr Ressourcen als notwendig zu verbrauchen. Zum Wohl der gesamten Menschheit und nicht nur der "zivilisierten" Welt. Das betrifft auch den Energieverbrauch.
Bei vielen Tätigkeiten wird oft überlegt, wie sie am besten gemacht werden können. Selten wird überlegt ob es nicht einfacher geht. Deutlich weniger Aufwand für ein Ergebnis, dass ein wenig vom Optimum abweicht, kann durchaus interessant sein. Meist wird dabei viel an Ressourcen und Zeit gespart. Zeit die wir wieder als Freizeit = Lebenszeit genießen können, Ressourcen die anderswertig genutzt werden können.


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Zur weiteren Bearbeitung:

Am Weg zum einfachen Leben habe ich mir oft Fragen gestellt. Warum glaube ich dieses Ding zu brauchen? Warum bedeutet mir der Besitz so viel? Wieso gibt es so viele Menschen auf dieser Welt die nicht genug zu essen habe und sogar verhungern?
Wie viel Wohnraum brauche ich und wozu? Was ist mir wirklich wichtig?

Ist die Gier nach Neuem nicht in Wirklichkeit ein Zeichen der inneren Leere?