Kontakt HOME 
LEBEN  <<  G E L D

März 2012 (ergänzt im Juni 2014)

Geld ist in unserer Zeit zu unserem Gott geworden und wir beten diesen Götzen jeden Tag an.
In der Form in der wir es benutzen wird es irgendwann wieder zu seinem wahren Wert zurückkehren. Zum Wert von Papier. War schon oft so und wir wieder so sein.

Der Sinn des Geldes:
Geld wurde gemacht um den Handel einfacher zu gestalten, Ware oder Leistung zu bewerten und es hat eine Aufbewahrungsfunktion. Es stellt keinen Wert dar und ist an sich nur Mittel zum Tausch. Wir tauschen z.B. Arbeitsleistung gegen Geld und dieses Geld dann gegen eine andere Leistung. Erst wenn wir das Geld wieder gegen Leistung getauscht haben ist der Handel abgeschlossen und der Wert des Geldes erhalten geblieben. Wir tauschen Leistung gegen Ware oder umgekehrt und benutzen Geld nur als Zwischenlösung.
Wenn nun das Geld wichtiger wird als Ware oder Leistung bekommt Geld einen Stellwert den es nicht verdient und koppelt sich damit von der Realwirtschaft ab. Dann wird mit Geld Geld gemacht.

Geld und sein Wert:
In unserer Zeit hat Geld einen unglaublichen Wert bekommen. Wir können uns Dinge besorgen von denen unsere Vorfahren nicht einmal träumen konnten, doch dürfen wir dabei nicht vergessen, dass Geld nur ein Gutschein ist, der ein Ablaufdatum hat. Der Wert unseres Geldes hängt nur mehr vom Glauben an das Geld ab, ist der Glaube an den Wert weg, verschwindet tatsächlich der Wert.
Ein Gutschein zum Tausch für Gold ist es schon seit 1971 nicht mehr. Seit der amerikanische Präsitent Nixon die Geld - Goldbindung aufgehoben hat.

Die Aufhebung der Gold-Geld-Dollar-Bindung:
1944 wurde bei einer Konferenz, ein nach dem Ort des Abschlusses, Bratton-Woods benanntes Abkommen geschlossen. In diesem Bratton-Woods-Abkommen wurde unter anderem die Gold-Dollarbindung vereinbart. Nach dem Charles de Gaulle, der damalige französische Staatspräsident, 1969 versuchte die französischen Dollarreserven in Amerika gegen Gold zu tauschen kam die Wahrheit an den Tag: Die Amerikaner hatten gar nicht so viel Gold. In einer Fernsehrede, am 15.08.1971 kündigte der damalige US-President Nixon die Goldbindung einseitig auf.
1973 war das so genannte Bretton-Woods-Abkommen gescheitert. Über mehr als 20 Jahren häuften sich bis zu diesem Zeitpunkt in den Zentralbanken weltweit schon so viele US-Dollars an, das die Goldreserve der USA bei weitem nicht mehr ausreichten um alle US-Dollars weltweit gegen Gold tauschen zu können. Der Einfachheit halber, aus unglaublicher Geldgier und Ignoranz wurde die Bindung Gold-Dollar aufgehoben und damit die Bürger der ganzen Welt um das Gold beprellt. Die Dollars waren am Tag der Abschaffung nur mehr das Papier wert auf dem es gedruckt war. Den Wert des Geldes bestimmt seit diesem Tag nur mehr der Glaube an den Wert. So lange die Menschen dieser Welt glauben, das Geld einen Wert hat wird es so sein. Eine Umtauschgarantie auf Gold gibt es nicht mehr und irgendwann, vielleicht schon sehr bald, werden viele Bürger Gold statt Geld haben wollen.
Da an diesem Tag der Geldschein (Schein-Geld?) seinen Glauben verloren hat, hat er auch seinen Wert verloren und wir werden keine Papier gegen Gold tauschen können.


Die Konzentration des Geldes:
Wenn Zinsen bezahlt werden erhält sie auch jemand.
Jener der zu wenig Geld hat borgt sich Geld,  und zahlt es dann mit Zinsen zurück. Am Ende des Kredites hat der Kreditnehmer noch weniger Geld (er hat ja Zinsen bezahlt) und jener, der "zu viel" Geld hatte, besitzt nun noch mehr (er hat die Zinsen bekommen). Der Kreditgeber hat nun ohne Leistung Geld verdient.
Eine Schere beginnt sich zu öffnen, die immer schneller, immer größer auseinander geht.
Die Geldmengen, in der heutigen Zeit, bei Konzernen, einzelnen Menschen und Organisationen ist gigantisch. Auf der anderen Seite haben die Bürger, das Volk, die Gesellschaft, die Staaten immer weniger Geld zur Verfügung, es konzentriert sich bei einigen wenigen. Bei den Zinsenempfängern.

Geld, Arbeit und Steuer:
So bitter die Tatsache auch ist, wird Geld, welches durch Arbeit erwirtschaftet wird, höher besteuert als Geld das durch Zinsen erwirtschaftet wird.
Werden Zinsen verdient müssen wir dem Staat 24% Kapitalertragssteuer geben. Unabhängig davon wie viele Zinsen erwirtschaftet werden.
Arbeiten wir hingegen wird dieser Lohn bis zu 50% besteuert.
So wird vom Staat die Grundlage für die ungerechte Vermögensverteilung gelegt und die Grundlage geschaffen für die Umverteilung des Vermögens von fleißig auf reich. Wo Kapital ist kommt Kapital dazu, das entspricht nicht dem sozialen Gedanken. Die SPÖ (Sozialdemokratische Partei) unterstützt dieses Verteilungssystem und hat trägt den Namen sozial daher zu unrecht.

Kapitalertragssteuer (KeSt):
In Österreich beträgt die Kapitalsteuer generell 25%. In derSchweiz 35% und in Deutschland mindestens 25%.
Von jedem "Gewinn" der mit Kapital erwirtschaftet wird ist diese Steuer zu zahlen. Banken, Versicherungen oder Kapitalgesellschaften ziehen diese Abgabe vor der Auszahlung der Beträge ab und überweisen sie dem Staat.
Beispiel1: Verdient jemand mit einer Geldanlage € 20.000,- im Monat muss er €5.000,- an den Staat abführen. Erhält jemand €20.000,- brutto durch Arbeitsleistung werden ihm € 8.740,- Steuern von seinem Einkommen abgezogen.
Beispiel2: Erwirtschafte ich €50,- durch Kapital muss ich 25% KeST bezahlen. Verdient mein Nachbar €10.000,- durch Kapital muss er auch 25% KeSt bezahlen.

Allerdings wird das Einkommen aus Arbeit gestaffelt besteuert, je mehr Arbeitseinkommen um so höher der Steuersatz. Nicht so bei Kapital, der Steuersatz bleibt immer 25%.
Wo Geld ist kommt Geld dazu. Soziale Gerechtigkeit sehe ich hier nicht.



----------------------------------------
Notizen zur weiteren Bearbeitung:

Adam Smith

Geld regiert die Welt! Und wer regiert das Geld?

Geldsystem aus der Zeit des Feudalismus passt nicht in eine Demokratie.

Für 1.000,- die einer Bank zur Aufbewahrung übergeben sind darf sie € 10.000,- Kredit vergeben und dafür auch noch die Zinsen kassieren.

Kennedy und der US-Dollar

Inflation und Deflation

Sachwerte