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Jännner 2011 (Ergänzt im November 2014)

Bulgarien ist eine Republik ist Mitglied der EU, kein Schengenland und kein Euroland.
Die Nachbarn sind: Im Norden Rumänien, im Westen Serbien und Mazedonien, im Süden Griechenland und Türkei, im Osten das schwarze Meer.

Ländervergleich: Stand Ende 2011
                                                                    Bulgarien                               Österreich
Fläche                                                          ca. 111.000 km²                       ca. 84.000 km²
Einwohner                                                     ca. 7,4 Mio                              ca. 8,4 Mio 

Währung                                                       Lew (1 Lewa) 1: 1,96                €uro
Währungsunterteilung                                    100 Stotinki (1 Stotinka)            100 Cent
Staatsverschuldung BIP                                  16,2%                                     70,4%  
Verschuldung pro Kopf BIP
Medianes Äquivalenzgesamtnettoeinkommen     € 3.016,-                                 € 20.618,-

Kaufkraft

Sprache                                                        Bulgarisch                              Deutsch
Schrift                                                          Kyrilisch und Latein                 Latein
Sommerzeit                                                   + 1 Std.  
Normalzeit                                                    + 1 Std.


Sprache und Schrift:
Bulgarisch ist eine slawische Sprache. Spricht du sie, wirst du Serben, Russen, Polen, Ukrainer, Tschechen, Slowaken, Slowenen, Kroaten, Mezedonierer und ein paar andere Landsleute verstehen. Es zahlt sich aus sie zu erlernen.
Vermutlich über 500 Mio. Menschen schreiben kyrillisch und "jeder" Bulgare beherrscht die kyrillische und die lateinische Schrift. In den Groß- und Touristenstädten wird schon oft Latein geschrieben. In ganz Bulgarien jedoch wird vorzugsweise das Kyrillisch bevorzugt. Dreisig Buchstaben kennt das bulgarische Kyrillisch und davon sind sechs gleich mit dem Lateinischen. Überrascht war ich, als ich erfahren habe, dass sogar die Mongolen, Kasachen und Tatschiken kyrillisch schreiben. Sie zu lernen bedeutet dreißig Zeichen auswendig zu lernen. Keine wirkliche Herausforderung oder?

Verkehr: In BG wird, wie in den meisten Ländern Europas, rechts gefahren.
Auf den Autobahnen darf max. 120 km/h gefahren werden. Ausserhalb der Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit 90 km/h. Innerhalb des Ortsgebietes sind max. 50 km/h erlaubt.
Obwohl die Straßen zu einem großen Teil nicht ordentlich ausgebaut sind, ist auf der Autobahn und auf vielen (auch sehr schlechten Landstraßen) eine Autobahnvingette zu erwerben.
Für PKW, Kleinbusse bis max. 9 Personen und Motorräder kostet die Vignette für eine
Woche BGN 17,- für einen Monat BGN 26,- und für eine  Jahresvignette müssen 64,- bulgarische Lewa bezahlt werden (Stand August 2012). Die Vignette besteht aus zwei Teilen. Ein Teil wird auf die Windschutzscheibe geklebt, der zweite Teil muss im Fahrzeug mitgeführt werden.
Alle ungültigen Vignetten müssen sofort entfernt werden. Nur gültige Vignetten durfen auf der Windschutzscheibe kleben.
Wenn ein Schaden am Belag oder ähnliches entsteht wird gerne eine Geschwindigkeitsbegrenzung angebra
cht, statt den Schaden zu reparieren oder es wird gar nicht reagiert. Praktisch ist es Einheimischen zu folgen und ihren Weg zu beobachten, so lassen sich Löcher im Belag besser "vorahnen".
Verkehr in der Großstadt: Die Agression und der Zeitdruck, ist wie in den meisten europäischen Städten, klar zu erkennen. Entsprechend stressig ist das Teilnehmen am Verkehr. Selten hält sich ein Bulgare an die Beschränkungen oder Bestimmungen. Was es nicht ungefährlich macht, für jene die die Regeln einhalten möchten.
Die Stadtbulgaren fahren, zumindest nach meinem Verständnis, gelinde gesagt, abenteuerlich.
Der Schnellere, Stärkere hat immer Vorrang. Keiner achtet auf den anderen, erwartet aber immer, dass auf ihn geachtet wird. Überholen bei Sperrlinien und im Überholverbot ist Standard.
Fussgänger die über die Straße gehen wollen begeben sich in Lebensgefahr.
Ein Fussgängerübergang ist Farbe auf der Straße, mehr nicht. Wenn wir einen Fussgänger einen Schutzweg benutzend die Straße überqueren lassen wollen bringen wir ihn in Lebensgefahr!
Der hintere kann und wird wahrscheinlich unser anhaltendes Auto überholen. Auch am Fussgängerübergang und wird dabei nicht auf die Fussgänger achten.
Ampeln werden meist beachtet. Und meist heisst auch in diesem Fall "nicht immer".
Wer in Sofia aktiv fährt begibt sich in Gefahr, wer passiv fährt begibt sich in große Gefahr.
Aufpassen, aufpassen, aufpassen.
Verkehr auf dem Lande und in der Kleinstadt: Die Menschen haben kein oder nur sehr wenig Geld und versuchen meist so zu fahren, dass sie keinen Schaden an ihrem Fahrzeug verursachen. Sie könnten ihn nur schwer reparieren lassen. Oft wird mitten auf der Straße gefahren und bei Gegenverkehr dann auf die eigene Seite gewechselt. Auf den meist schmalen Straßen fahren die Landbulgaren bei Gegenverkehr fast in den Straßengraben, um nur keinen Schaden an ihrem Fahrzeug zu riskieren.
Dank für Engegenkommen, Straßenkameradschaft darfst du dir zwar erwarten, bekommen wirst du ihn nur selten.